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Der Leistenbruch (auch Leistenhernie oder Inguinalhernie genannt) wird meistens als schmerzlose Schwellung..

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Startseite » Artikel - Veröffentlichung » Artikel » Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)
Freitag, 15 Dez 2017

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)

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Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) beinhalten eine große Zahl von verschiedenen Krankheiten, die den Dünn- und/oder den Dickdarm betreffen. Im Gegensatz zu den uns allen bekannten akuten Darmerkrankungen, die mit heftigen Beschwerden (Durchfall, Erbrechen, Bauchkrämpfe) hervortreten und nach wenigen Tagen vorbeigehen, zeichnen sich die CED von langwierigen, chronischen und z.T. schweren Verläufen mit bedrohlichen Komplikationen.

 

 

Die wichtigste zu nennen sind: M. Crohn, Kolitis ulzerosa, ischämische Kolitis (Erkrankung durch Durchblutungsstörung des Darmes), mikroskopische Kolitis, radiogene Kolitis (Erkrankung durch vorherige Strahlenbehandlung), pseudomembranöse Kolitis (Erkrankung durch den vermehrten Einsatz von Antibiotika massiv gesteigert in den letzten Jahren) .

In diesem Artikel werde ich die 2 häufigsten erörtern, die viele Ähnlichkeiten aber auch Unterschiede besitzen: M. Crohn und Kolitis ulzerosa. Die genaue Entstehung dieser CED ist nicht eindeutig geklärt. Man vermutet eine gestörte Funktion des eigenen Abwehrsystems des Darmes, die als verminderte und/oder als überschüssige Antwort auf verschieden Reize im Darm (Nahrungsbestandteile, Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze etc.) sich zeigt. Folge der fehlerhaften Antwort des Immunsystems auf diese Reize sind lokale im Darm und dann im gesamten Körper ablaufenden Reaktionen, die als Entzündungen in der Darmwand sich manifestieren, chronisch andauern und die Darmwand zerstören. Nicht selten werden im chronischen Verlauf der CED auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen wie z.B. Haut, Gelenke, Gallenblase, Leber.

M. Crohn kann eigentlich den gesamten Magen-Darm-Trakt befallen. Meistens betrifft den letzten Teil des Dünndarmes, der zum Dickdarm übergeht. Die Häufigkeit der Erkrankung ist ca. 3 bis 6 Fälle in 100.000 Einwohner pro Jahr. In Südeuropa ist sie seltener als in Nordeuropa. Ausbrüche der Erkrankung sind häufiger im Herbst und Winter. Erbliche Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Als Risikofaktoren gelten: Rauchen, Anti-Baby-Pille und hoher sozioökonomischer Status. Es kommt zur Zerstörung der Darmwand, mit Bildung von Engstellen durch die Schwellung und Verdickung der Wand, Fistelbildung zwischen Darmschlingen (seltener auch zwischen Darm und Haut), Darmdurchbruch mit Abszeßbildung.

Die Kolitis ulzerosa befällt fast ausschließlich den Dickdarm (sehr selten den Dünndarm), meistens den Mast- und Enddarm. Die Häufigkeit der Erkrankung ist ca. 5 bis 8 Fälle in 100.000 Einwohner pro Jahr. In Südeuropa ist sie ebenfalls seltener als in Nordeuropa und erbliche Faktoren spielen auch eine Rolle.

Durchfälle (z.T. blutig und schleimig) begleitet von Schmerzen, Appetitlosigkeit, Krankheitsgefühl mit Fieber, die über längere Zeit andauern sind Symptomen der CED. Im Verlauf kommen Gewichtsverlust und Blutarmut. Die Diagnose wird durch genaue Anamnese und die Magen- und Darmspiegelung mit Entnahme von Proben zur feingeweblicher Untersuchung gesichert. Die Therapie in akutem Stadium ist medikamentös, z.T. mit hohen Kortisongaben und Medikamenten, die die eigene Immunabwehr dämpfen. Niedrige Dosen der o.g. Medikamente helfen die entzündungsfreien Zeiten zu verlängern.

Die operative Behandlung kommt in Fällen mit hochgradigen Engstellen im Darm, bei Abszess- und Fistelbildung sowie bei konservativ nicht beherrschbaren Verläufen. Die Kolitis ulzerosa kann man durch eine komplette Entfernung des Dickdarmes im Prinzip heilen, bei M.Crohn muss man sehr sparsam mit operativen Maßnahmen sein, da die Erkrankung alle Darmteile befallen kann. Die Kolitis ulzerosa hat nach 10jährigen Verlauf einen deutlich erhöhten Karzinomrisiko, so dass diese Patienten engmaschig überwacht werden müssen. Die Behandlung von CED-Patienten soll von speziell auf diesem Gebiet erfahrenen Gastroenterologen und Chirurgen erfolgen.